Anleitung: Abgesicherten Modus starten

Gepostet am Jan 14, 2018 in

Der abgesicherte Modus

(aus: Software-Grundlagen 8.3.2 Erweiterte Startoptionen und abgesicherter Modus)

Wenn Sie während des Windows-Startvorgangs im richtigen Moment die Funktionstaste F8 drücken, kommen Sie ins Menü „Erweiterte Windows-Startoptionen“. Dort finden Sie mehrere Möglichkeiten, Windows-Probleme zu lösen, darunter drei Arten des „Abgesicherten Modus“, engl. „Safe Mode“. Das sind Betriebsarten, in denen nur die unverzichtbaren Dienste gestartet werden. Außerdem werden nur unverzichtbare Treiber geladen und potenziell verdächtige Treiber werden durch Standardtreiber ersetzt. Deshalb arbeitet Windows im abgesicherten Modus langsam. Programme der Autostart-Gruppe werden nicht gestartet, eventuell vorhandene Schadprogramme werden wahrscheinlich auch nicht gestartet.
Wenn ein beschädigtes Windows im normalen Modus nicht mehr startet, lässt es sich vielleicht noch in einem der abgesicherten Modi starten und reparieren. Nach manchen Fehlern startet ein beschädigtes Windows auch ohne Bedienereingriff im abgesicherten Modus.

Welche Varianten des „Abgesicherten Modus“ gibt es?

• „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“ ermöglicht das Herunterladen von Reparaturprogrammen, Treiber–Updates und Online-Antivirenprogrammen.
• „Abgesicherter Modus“ verzichtet auf Netzwerktreiber.
• „Eingabeaufforderung“ stellt die geringsten Anforderungen an Windows und ist manchmal die letzte Rettung, wenn die anderen abgesicherten Modi nicht starten. Die grafische Bedienoberfläche ist nicht verfügbar, es steht nur die Eingabeaufforderung zur Verfügung. Lesen Sie hier, welche Befehle an der Eingabeaufforderung nützlich sein können.

Es gelingt mir nicht, den abgesicherten Modus zu starten

(aus: Software-Grundlagen 8.3.3 Es gelingt mir nicht, den abgesicherten Modus zu starten)
Die folgenden Ursachen sind häufig:

Taste F8 hat zwei Bedeutungen

Wahrscheinlich haben Sie die Taste F8 zu spät gedrückt. Drücken Sie die Taste F8 ganz schnell, sobald der erste Windows-Logo-Bildschirm erscheint („Windows wird gestartet“). Wenn Sie nicht schnell genug waren, fangen Sie beim nächsten Versuch einige Sekunden vorher an, auf die F8-Taste im Viertelsekundenabstand zu drücken.
Bei manchen PCs wird die Taste F8 leider vom BIOS benutzt, um ein Bootmenü aufzurufen, in dem Sie wählen können, ob Sie von DVD, Festplatte, USB-Stick o. Ä. booten wollen. Falls Sie im Bootmenü gelandet sind, bewegen Sie den Cursor auf „Booten von der Festplatte“. Drücken Sie dann Enter und sofort noch einmal auf F8. Nun können Sie einen der „Abgesicherten Modi“ unter den Startoptionen auswählen.

Älterer PC ohne USB-Support

Wenn es bei einem älteren PC trotzdem nicht klappt, liegt es vielleicht an der USB-Tastatur. Viele ältere PCs verfügen nicht über einen „nativen“ USB-Support (nativ = funktionsfähig, ohne dass ein Treiber installiert werden muss). Ist Windows noch nicht gestartet, ist der Windows-Treiber für die USB-Tastatur noch nicht aktiv. Mit folgenden Auswegen entgehen Sie dieser fiesen Falle:
• Die einfachste Möglichkeit: Schließen Sie für die Dauer der Windows-Reparatur eine Tastatur an die klassische PS/2-Buchse an (Kennfarbe Lila).
• In manchen Fällen lässt sich auch der USB-Support auf BIOS-Ebene einschalten. Der Haken daran: Sie benötigen kurzzeitig eine Tastatur mit PS/2-Stecker. Dann rufen Sie das BIOS auf („Entf“ oder „F2“ beim Booten) und suchen im Menü „Advanced BIOS Setup“ eine Einstellung wie beispielsweise „USB Device Legacy Support“ oder „USB Legacy Support“. Stellen Sie diese Option auf „On“ bzw. „Enabled“. Ab dem nächsten Start sollte die USB-Tastatur funktionieren.
• Wenn beide Methoden nicht weiterhelfen, benutzen Sie diesen Umweg: Starten Sie Windows wie gewohnt. Rufen Sie in Windows mittels „Start“ → „Ausführen“ und der Eingabe von „msconfig“ das Windows-Konfigurationstool auf. Dort klicken Sie auf das Register „Start“ und setzen ein Häkchen bei „Abgesicherter Start“. Ab sofort erfolgt jeder Start im abgesicherten Modus. Nachdem die Windows-Reparatur durchgeführt ist, können Sie das Häkchen wieder entfernen und Windows normal starten.

Dummy-Bootmanager einrichten

Sie waren noch immer nicht schnell genug? Die Zeitspanne zwischen dem Ende der BIOS-Initialisierungen und dem Laden des Windows-Kernels ist kurz, und wenn Sie eine SSD-Festplatte haben, ist es ein Glücksspiel, den richtigen Moment zu treffen.
Mit mehreren Betriebssystemen auf dem PC sorgt der Bootmanager für eine ausreichende Verzögerung. Wer nur ein Betriebssystem hat, kann mit einen Bootmanager für eine Verzögerung sorgen. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und geben Sie die folgenden Befehle ein:
    bcdedit /copy {current} /d „Dummy“
    bcdedit /timeout 2
Der erste Befehl erzeugt einen zweiten Eintrag im Bootmanager, der mit dem aktuellen Eintrag („current“) identisch ist und der die Bezeichnung „Dummy“ bekommt und das gleiche Windows startet. Der zweite Befehl legt fest, wie viele Sekunden der Bootmanager sichtbar ist. Allerdings müssen Sie diesen Eingriff vornehmen, bevor Sie Probleme bekommen.
Falls Sie den Bootmanager wieder los werden wollen: Benutzen Sie beim nächsten Start den Eintrag „Dummy“ und geben Sie an der Eingabeaufforderung als Administrator die folgenden Befehle ein:
    bcdedit /delete {current} /cleanup

Weitere Möglichkeiten

Weitere Möglichkeiten, den Start zu verlangsamen: Abgesicherten Modus starten gelingt nicht (unfertig)

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