Netz Server Microsoft

Gepostet am Nov 25, 2018 in

Software

Das aktuelle Serverbetriebssystem von Microsoft heißt Windows Server 2016. Davon gibt es drei Varianten:
• Windows Server 2016 Essentials Edition: Serverlizenz, keine Zugriffslizenzen nötig (maximal 25 User)
• Windows Server 2016 Standard Edition: Prozessorkern (Core)- und Zugriffslizenzen (CAL)
• Windows Server 2016 Datacenter Edition: Prozessorkern (Core)- und Zugriffslizenzen (CAL)

Die Verwaltung der Benutzer und ihrer Berechtigungen erfolgt zentral über ein „Active Directory“.
Eine Domäne ist ein Sicherheitsbereich.

Active Directory und Domäne – einfach erklärt

Hardware

Alle nachfolgenden Dimensionierungsvorschläge sind für Netze mit fünf bis zwanzig PCs gedacht.

CPU, RAM und Grafikkarte

• Ein Server muss Daten zwischen Festplatten und Netzwerkkarten schnell bewegen können. Dafür wird nicht allzu viel CPU-Leistung benötigt. Eine CPU im mittleren Leistungsbereich ist ausreichend.
• Es kann gar nicht genug RAM im Server stecken. 8 GB ist das Minimum, 16 GB sind besser. Sparen Sie im Zweifelsfall lieber an der CPU als am RAM.
• Die Grafikkarte ist unwichtig, eine integrierte Grafik reicht aus.
• Falls Sie eine Hauptplatine mit integriertem RAID-Controller nutzen: Kaufen Sie eine zweite Hauptplatine mit identischem RAID-Controller, die Sie vorläufig in einem Arbeitsplatz-PC nutzen können. Falls die Serverplatine ausfällt, brauchen Sie die zweite Platine, um Zugriff auf die RAID-Festplatten zu bekommen.

Festplatten

Serverfestplatten sind hoch beansprucht. Selbst in einem Server, der über Nacht ausgeschaltet wird, müssen die Festplatten tagsüber eine vielfach höhere Zugriffszahl aushalten als die Festplatte in einem PC und deshalb exzellent gekühlt werden.
Server-Festplatten unterscheiden sich konstruktiv von Consumer-Festplatten:
• Der Aktor von Consumer-Festplatten hat einen Gewichtsausgleich, damit die Festplatte auch in senkrechter Lage funktioniert. Serverplatten haben ihn nicht und können deshalb die Köpfe schneller positionieren, dürfen darum nur waagerecht betrieben werden.
• Die Positionierung der Köpfe arbeitet mit wesentlich höheren Antriebsströmen. Das und die hohe Drehzahl macht die Festplatten laut.
• Die Scheibenoberflächen von Consumer-Festplatten werden mit einer etwa ein Nanometer dünnen Schutzschicht vor leichten Kopfaufsetzern geschützt. Diese Schutzschicht fehlt bei Serverplatten, damit die Köpfe näher an die Oberfläche heran können.
• Serverplatten sind vor allem auf Geschwindigkeit getrimmt, die Lebensdauer ist zweitrangig. Da Serverplatten nur im RAID-Verbund betrieben werden (sollten), ist ein Ausfall unkritisch. Obwohl es auf Serverplatten meist fünf Jahre Garantie gibt, sind Ausfälle häufig.
• Serverplatten sind zwei- bis dreimal teurer als ebenso große Consumer-Festplatten.

Daraus folgt für Ihren Server:
• Ein RAID-System mit mindestens zwei Festplatten ist Pflicht, ergänzt um eine regelmäßige Datensicherung.
• Für eine kleine Firma mit maximal fünf Büro-Arbeitsplätzen genügen zwei 24/7-Consumerplatten im RAID-1-Verbund.