Pleiten, Pech und Pannen Teil 1

Gepostet am Jan 27, 2018 in Allgemein

Eine treue Kundin brachte mir am Sonnabend ihr Notebook. Die Festplatte war zu voll. Ich sollte ich die Festplatte gegen eine größere auswechseln. Um das Notebook gleichzeitig schneller zu machen, sollte der neue Speicher eine SSD sein.

Das Kopieren ist eigentlich einfach: Lesen Sie hier, wie man eine Festplatte dupliziert.
Die neue Festplatte steckte ich mit einem Adapter an den USB-Anschluss des eingeschalteten Notebooks. Windows erkannte ein neues Gerät und installierte die Treiber für die SSD-Festplatte aus dem Internet. Danach beendete ich Windows.

Um die Festplatte zu Duplizieren, muss man den PC von einer DVD starten, die ein Kopierprogramm wie „Acronis True Image“ enthält. Samsung hatte der SSD eine DVD beigelegt, auf der außer dem Acronis-Kopierprogramm weitere Tools enthalten sind. Ich versuchte, das Notebook von der Samsung-DVD zu booten, doch es gelang mir nicht.
Also habe ich die Festplatte aus dem Notebook ausgebaut und an meinen Arbeits-PC angesteckt. Mein PC hätte standardmäßig von DVD booten müssen, doch der PC hielt die (neue!) Samsung-DVD für fehlerhaft und versuchte stattdessen, von der Notebook-Festplatte zu booten. Das ging natürlich schief: Das Notebook-Windows stieß auf eine völlig andere Hardware und war beim Versuch, die Konfiguration anzupassen, völlig überfordert.
Ich steckte die Festplatte zurück ins Notebook und musste feststellen, dass Windows auch in „vertrauter Umgebung“ nicht mehr bootete. Windows meldete Treiberprobleme und schlug vor, die Startdateien automatisch zu reparieren. Was blieb mir weiter übrig? Ich verbrachte die nächste Viertelstunde im „stillen Gebet“ (hoffentlich gelingt die Reparatur…). Die Reparatur schlug fehl, auch der zweite automatische Reparaturversuch gelang nicht.
Die Kaspersky Notfall-DVD enthält einen Registry-Editor. Damit entfernte ich die Registry-Einträge von zwei verdächtigen Treibern. Welche Freude – ich hatte richtig geraten, nach dieser Änderung startete das Notebook wieder von seiner alten Festplatte!

Für den nächsten Kopierversuch benutzte ich meine eigene DVD mit „Acronis True Image“. Nach zwei Stunden hatte ich die Festplatten ohne eine Fehlermeldung umkopiert und atmete auf …

Die nächste üble Überraschung: Die Kopie auf der 1000 GB großen SSD wurde vom BIOS des Notebooks nicht erkannt. Ist das BIOS aus dem Jahr 2009 mit einer so großen Festplatte überfordert? Habe ein BIOS-Update durchgeführt, doch das brachte keine Besserung.

Neue Idee: Habe die SSD mit einem Adapter an den USB-Anschluss des Notebooks angesteckt und versucht, über USB zu booten. Windows meldete ein Startproblem und schlug vor, die Startdateien automatisch zu reparieren. Diesmal war das erfolgreich und Windows startete anschließend zuverlässig über USB.
Nachdem Windows neue Treiber für die SSD gefunden und installiert hatte, brauchte ich nicht mehr von USB zu booten und konnte die SSD endgültig einbauen.

Nun habe ich von 15 bis 21 Uhr gearbeitet (mit kleinen Pausen) und mehr Stress gehabt als Napoleon bei Waterloo. Dafür habe ich den vereinbarten Festpreis von 50 Euro kassiert. Das nächste Mal klappt das Klonen bestimmt besser …
Die Kundin war sehr zufrieden mit Ihrem Notebook: Auf der Festplatte war viel Platz, und mit der SSD lief Windows gefühlt doppelt so schnell.

Lesen Sie die Fortsetzung: Pleiten, Pech und Pannen Teil 2.

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