Anleitung: VMware Player

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Übersicht: Was ist VMware?

Die Firma VMware stellt Software für virtuelle Betriebssysteme her. Wichtige Produkte sind:
VMware Converter wandelt ein funktionierendes System (eine physikalische Maschine) in eine virtuelle Maschine (VM) um.
VMware Workstation führt virtuelle Maschinen auf Windows-Hosts aus. Als Upgrade vom kostenlosen VMware Player kostet die Lizenz 166 Euro.
VMware Fusion ist ein mit VMware Workstation vergleichbares Produkt für Apple-Rechner mit macOS. Damit können parallel zu macOS auch Windows, Linux oder macOS in virtuellen Maschinen laufen.
VMware Player ist eine für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch kostenlose Version von VMware Workstation, mit der fertig eingerichtete virtuelle Maschinen „abgespielt“ werden können. Es können auch virtuelle Maschinen neu erstellt werden.
VMware Player kann – im Unterschied zu VMware Workstation – virtuelle Maschinen nicht im Hintergrund laufen lassen, keine „Snapshots“ anlegen, keine virtuellen Maschinen klonen und hat weniger Funktionen.

Voraussetzungen

Damit auf einem PC virtuelle Maschinen lauffähig sind, muss die Virtualisierung im BIOS freigeschaltet (enabled) werden. Bei CPUs ab 2006 sollte das möglich sein. Prüfen Sie gegebenenfalls, ob „VT-x Support“ bei Intel-CPUs bzw. „AMD-V-Support“ freigegeben („enabled“) ist.
Außerdem sollte der PC deutlich mehr RAM als das von Windows geforderte Minimum haben, und Platz auf der Festplatte braucht es auch.

Beispiel für BIOS-Einstellungen
BIOS von ASUS


VMware Player installieren

Der kostenlose VMware Player kann von https://www.vmware.com/products/workstation-pro/workstation-pro-evaluation.html heruntergeladen werden. Es spielt keine Rolle, ob Sie Windows 7, Windows 10 oder Linux als Gastsystem verwenden.


Mit VMware eine virtuelle Maschine neu erstellen

Starten Sie den VMware Player. In der linken Fensterhälfte sehen Sie die bereits installierten Maschinen: Auf meinem PC sind das Windows 7 und Windows XP.
Um eine neue Maschine zu erstellen, klicken Sie auf „Create a New Virtual Machine“.
Der „New Virtual Machine Wizard“ fragt zuerst, ob die Installation von DVD oder von einem ISO-Disk-Image erfolgen soll. Wählen Sie die entsprechende Installationsquelle aus.
Klicken Sie dann auf „Next“.
Im nächsten Fenster müssen Sie Fragen zur Windows-Version beantworten.
• Den „product key“ können Sie entweder sofort eingeben oder Sie kümmern sich später um die Aktivierung von Windows.
• Weil im ISO-Image mehrere Windows-Versionen enthalten sind, werden Sie hier nach der „Version of Windows to Install“ gefragt.
• Wählen Sie einen Anmeldenamen mit Passwort für das zu installierende Windows.
• Klicken Sie dann auf „Next“.
• Den „Virtual machine name“ (von mir hier gewählt: „Windows 10 x64“) können Sie frei vergeben. Er wird später in der linken Spalte des Startfensters von VMware Player verwendet, um die virtuellen Maschinen zu unterscheiden, und er wird als Ordnername für die Speicherung der VM verwendet.
• Bei „Location“ macht das Programm einen Vorschlag, wo die virtuelle Maschine gespeichert werden wird. Merken Sie sich den Pfad! Klicken Sie dann auf „Next“.
Jetzt müssen sie noch festlegen, wieviel Festplattenkapazität Sie dem neuen Windows 10 gönnen. Hier brauchen Sie nicht zu sparen. Die Datei mit dem Image des virtuellen Computers ist nur so groß wie nötig. Bei einen neu installierten Windows 10 werden das etwa 13 GB sein.
Nach dem „Next“ startet die Installation, die etwa eine halbe Stunde dauert.

Nach dem Ende der Installation steht Windows 10 unter der Bezeichnung „Windows 10 x64“ in der Liste der verfügbaren Maschinen.

VMware Player benutzen

Starten Sie den VMware Player. Markieren Sie die gewünschte Maschine und klicken Sie auf des grüne Dreieck darüber. Auch ein Doppelklick ist möglich.

Merken Sie sich die Tastenkombination Strg-Alt: Damit und einem anschließenden Mausklick können Sie zwischen Host und VM wechseln.

Vorschlag: Bei jeder virtuellen Maschine sollten Sie mit einem Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops die „Anzeigeeinstellungen“ aufrufen und über die Bildschirmauflösung festlegen, wieviel Platz das virtuelle Windows auf Ihrem Bildschirm einnehmen darf.

Virtuelle Maschine schneller starten

Alle virtuellen Maschinen sind vermutlich im Ordner  C:\Benutzer\(Nutzer)\Dokumente\Virtual Machines\  gespeichert, jede in einem eigenen Ordner.
Erstellen Sie eine Verknüpfung auf dem Desktop, die auf die  .vmx-Datei im entsprechenden Ordner verweist, z. B. auf
 "C:\Benutzer\(Nutzer)\Dokumente\Virtual Machines\Windows 10 x64\Windows 10 x64.vmx" . Unter „Ausführen in“ tragen Sie den Pfad  "C:\Benutzer\(Nutzer)\Dokumente\Virtual Machines\Windows 10 x64"  ein.
Übrigens: Indem Sie diesen Ordner sichern und bei Bedarf zurücksichern, können Sie zu einer früheren Version der VM zurückkehren.

Ein vorhandenes Betriebssystem virtualisieren

Von www.vmware.com/products/converter.html den VMware vCenter Converter herunterladen (Registrierung erforderlich)
VMware-converter-en-6.2.0-8466193.exe 180 MB

Eine ausführliche Anleitung finden Sie auf hier.

Lizenz

Für eine neu erstellte VM brauchen Sie eine Lizenz.
Wenn Sie ein vorhandenes, lizensiertes Betriebssystem mit VMware Converter virtualisiert haben und das Original anschließend nicht mehr benutzen, brauchen Sie eigentlich keine neue Lizenz. Allerdings mag Microsoft keine größeren Hardware-Änderungen.
Ein virtualisiertes Windows 7 meldete zunächst, die Lizenz sei wegen Hardwareänderung nicht mehr gültig.
Habe die alte Lizenznummer erneut eingegeben, Lizenz ist immer noch ungültig.
Nach einigen Tagen erfolgte das Angebot einer telefonischen Aktivierung. Erfolgreich!

Beobachtungen mit Windows XP

Netzwerkverbindung

Auf Anhieb funktioniert das Netzwerk nicht.
Lösung 1: „Virtual Machine Settings“ Umstellung Network Adapter von Bridged auf NAT: Used to share the host’s IP address
IPCONFIG meldet
192.168.198.128 eigene Adresse
192.168.198.2 Standardgateway (lässt sich anpingen)
192.168.172.1 Standardgateway (lässt sich NICHT anpingen)

Explorer des Clients zeigt Macintosh HD, aber nicht den eigenen Host
Mac Finder zeigt den Host, aber nicht den Client


 

 

Skills

Posted on

14. März 2020

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