Anleitung: Installation Windows 10 Phase 1

Inhaltsverzeichnis
Beginn der Installation
Product Key zur Aktivierung eingebenn;
Installationsart
Auswahl der Partition
Administrator-Namen festlegen
Netzwerk einrichten
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Diese Anleitung geht davon aus, dass eventuell vorhandene Daten, Seriennummern und Passwörter bereits gesichert worden sind und dass die Festplatte gelöscht werden kann.

Beginn der Installation

Wenn Sie keine aktuelle Windows-DVD haben, können Sie selbst einen Installationsdatenträger erstellen, wahlweise auf DVD oder auf einem USB-Stick.

Installation von DVD

Schalten Sie den PC an und legen Sie zügig die Installations-CD ein. Sorgen Sie dafür, dass der PC von DVD bootet. Nach dem BIOS-Selbsttest erfolgt die Aufforderung „Drücken Sie eine beliebige Taste, um von CD oder DVD zu starten“. Wenn nicht, überprüfen Sie die Bootsequenz-Einstellungen im BIOS und versuchen Sie es erneut. Anschließend werden einige Minuten lang Dateien in den Arbeitsspeicher geladen.

Installation von einem USB-Stick

Stecken Sie den USB-Stick mit den Installationsdateien in einen USB-3-Anschluss des ausgeschalteten PC. Drücken Sie nach dem Einschalten des PC die benötigte Taste, um ins Bootmenü zu kommen, oder stellen Sie die BIOS-Bootsequenz um, damit das Booten vom USB-Stick erfolgt.

Ob Sie von DVD oder USB-Stick installieren, erscheint zuerst das Menü zur Sprachauswahl.
Bei der Sprachauswahl ist meist „Deutsch“ voreingestellt. Nach einer Sicherheitsabfrage, ob Sie Windows wirklich „Jetzt installieren“ wollen, beginnt das Setup.

Product Key zur Aktivierung eingeben

Wenn Sie den Aufkleber mit dem Product Key nicht zur Hand haben (oder er momentan unzugänglich ist, z. B. auf der Unterseite des Notebooks), können Sie an dieser Stelle meist auf die Eingabe des Product Keys verzichten. Den Haken vor „Windows automatisch aktivieren …“ empfehle ich herauszunehmen. Aktivieren Sie Windows erst dann, wenn Windows und alle Anwendungen funktionieren und Sie ganz sicher sind, dass Sie nicht noch mal von vorn anfangen müssen.
Anschließend müssen Sie die Lizenzbedingungen akzeptieren.

Auswahl der Installationsart

Wählen Sie „Benutzerdefiniert (erweitert)“. „Upgrade“ ist ohnehin meist nicht möglich.

Auswahl der Partition

Nach einigen Minuten zeigt Windows die vorhandenen Partitionen an. Bis jetzt hat das Installationsprogramm noch nichts an Ihrer Festplatte geändert. Wählen Sie die Partition aus, wohin Windows installiert werden soll. Normalerweise ist die erste in Frage kommende Partition markiert.

  • Falls Sie eine neue oder leere Festplatte im PC haben,
  • Falls Sie eine Partition auswählen, auf der ein altes oder kaputtes Windows vorhanden ist und Sie diese Partition nicht löschen, bleibt jede Menge Müll zurück: früher installierte Programme, temporäre Dateien und Protokolle und anderes. Eventuelle Schädlinge bleiben erhalten. Ihre „Eigenen Dateien“ werden in einen Ordner „Windows.old“ verschoben, Dateien in anderen Ordnern gehen möglicherweise verloren. Dateien und Ordner, die Sie mit Windows-Bordmitteln verschlüsselt haben, gehen auf jeden Fall verloren.
  • Sie sollten besser die für die Installation vorgesehene Partition(en) löschen, eine neue Partition in der gewünschten Größe einrichten und die neu eingerichtete Partition formatieren. Sollte Ihr System mit einem Schädling infiziert sein, ist das die empfohlene Vorgehensweise. Dabei gehen Ihre Daten verloren, sie müssen also vorher gesichert werden.

Wie werden die Partitionen gelöscht und neu erstellt?

  • Auf „Laufwerksoptionen (erweitert)“ klicken.
  • Ist eine 100 MB große Partition an Anfang der Festplatte („System Reserve“) vorhanden? Wenn es schon ein Betriebssystem auf der Festplatte gibt und Sie gerade ein Zweitsystem installieren wollen, dann muss diese Partition erhalten bleiben. Andernfalls markieren und auf „Löschen“ klicken, die Warnung mit „OK“ bestätigen.
  • Die „primäre“ Partition mit dem alten Betriebssystem markieren, „Löschen“, die Warnung bestätigen.
  • Den „Nicht zugewiesenen Speicherplatz“ markieren, auf „Neu“ klicken.
  • Entscheiden Sie, wie groß die Partition für das Betriebssystem werden soll. Es ist sehr vorteilhaft, Betriebssystem und Daten zu trennen. Grober Richtwert: Ein Drittel des freien Platzes für das Betriebssystem angeben, „Übernehmen“. Siehe dazu 3.4. „Einteilung der Festplatte“ in meinem Buch „Software-Grundlagen“. Falls ein Hinweis folgt, dass eine zusätzliche Startpartition eingerichtet wird, bestätigen.
  • Windows 7 und 10 zweigen von der neuen Partition eine Mini-Bootpartition ab, meist 0,1 GB klein. Der Auswahlbalken steht auf der neuen, großen Partition. „Weiter“.
  • Wenn Sie einen Teil der Festplatte frei gelassen haben, um dort eine Datenpartition einzurichten, verschieben Sie das Erstellen dieser und weiterer Partitionen besser auf später, damit das Setup-Programm nicht auf die Idee kommt, Windows in die Datenpartition zu installieren oder dort Installationsreste abzulagern.

    Administrator-Namen festlegen

    Klicken Sie auf „Weiter“ und die Installation beginnt. Etwa nach einer Viertelstunde fordert Windows Sie auf, einen Benutzernamen und einen Computernamen festzulegen. Dieser zuerst eingerichtete Nutzer wird Mitglied der Gruppe der Administratoren und ist gewissermaßen „Teilzeitadministrator“, siehe Kapitel 12.2.3.
    Aus Sicherheitsgründen sollten Sie später nur ausnahmsweise mit Administratorenrechten arbeiten. Geben Sie diesem ersten, besonderen Nutzer einen Namen wie „Chef“ oder „Admin“. Später können Sie weitere Benutzer einrichten, die z. B. mit ihren Vornamen benannt werden können.

    • Der Benutzername sollte maximal 13 Zeichen lang sein. Umlaute sind erlaubt, aber nicht zu empfehlen. Wenn Sie mehrere Computer haben, sollten sie auf allen Computern den gleichen Benutzernamen verwenden. Das erleichtert die Herstellung von Netzwerkverbindungen.
    • Jeder Ihrer PCs muss einen anderen Computernamen bekommen. Der Name sollte aus Buchstaben und Ziffern bestehen und er sollte ohne Sonderzeichen, Umlaute und Leerzeichen auskommen. Der Unterstrich ist erlaubt. Maximal 14 Zeichen sind zulässig.
    • Ein Passwort können Sie jetzt schon festlegen. Doch weil Sie bis zum Abschluss der Installation noch viele Male den PC starten müssen, ist es praktischer, das Passwort erst später festzulegen. Wichtig: Jeder Benutzername sollte auf allen Ihren PCs das gleiche Passwort bekommen.
    • Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, den Windows Product Key einzugeben. Die automatische Aktivierung sollten Sie auf später verschieben.
    • „Schützen Sie Ihren Computer“: „Empfohlene Einstellungen“, mindestens aber „Nur wichtige Updates“.

    Netzwerk einrichten

    • Wenn Windows jetzt bereits einen Treiber für Ihr WLAN gefunden hat, werden Sie gefragt, welchem Drahtlosnetzwerk Sie „beitreten“ wollen.
    • Wenn Windows jetzt bereits einen Treiber für Ihre Netzwerkkarte gefunden hat, werden Sie nach der Art Ihres Netzwerks gefragt. Vermutlich ist „Heimnetzwerk“ oder „Arbeitsplatznetzwerk“ die richtige Wahl. Achtung: „Öffentlich“ würde Ihre PCs voneinander isolieren, Datenaustausch wäre unmöglich.

    Glückwunsch! Die erste Etappe ist geschafft.

    Wenn Windows beim nächsten Start fragt „Drücken Sie eine Taste, um von DVD starten“ bzw. „press any key to boot from DVD“, haben Sie es versäumt, die Installations-DVD herauszunehmen. Drücken Sie in diesem Moment keine Taste, sonst beginnt die gesamte Installation von vorn! Wenn Sie die Installation von einem USB-Stick gestartet haben und Sie das Sprachauswahl-Menü erneut sehen, sollten Sie die (zweite) Installation abbrechen, den Stick herausziehen und den PC neu starten.


    Dieser Text wurde aus dem Buch „Software-Grundlagen“ Kapitel 10 entnommen.


     

     

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Posted on

17. September 2020

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