Was ist VMware Converter?

Das Programm VMware vCenter Converter von der Firma VMware wandelt ein funktionierendes System (eine physikalische Maschine) in eine virtuelle Maschine (VM) um.

Ein vorhandenes Betriebssystem virtualisieren

Mit dem VMware Player kann man ein virtuelles Windows „von Grund auf“ neu installieren. Doch man kann auch ein fertig installiertes Windows virtualisieren. Doch wozu soll das gut sein?

  • Der alte Computer ist langsam, die Festplatte ist zu klein, die verschlissenen Lüfter sind laut. Es sind interessante Programme darauf, doch Sie wollen kein Geld in die Aufrüstung stecken. Die Lösung: Betreiben Sie den alten PC weiter, und zwar als virtuelle Maschine auf Ihrem modernen PC!
  • Viele Firmen müssen ihre alten PCs aufheben, weil sie alle wichtigen Geschäftsunterlagen für zehn Jahre aufbewahren müssen. Doch die neue Software kann mit den alten Daten nicht arbeiten. Wenn eine Betriebsprüfung ansteht oder wenn Sie irgendwelche alten Daten suchen, werden die alten PC wieder mühsam in Betrieb genommen. Das können Sie sich sparen! Heben Sie den alten PC virtuell auf, und Sie können täglich oder bei Bedarf auf alle Daten zugreifen!
  • Sie haben einen neuen PC gekauft und weder Lust noch Platz, den alten PC aufzuheben. Doch auf dem alten PC sind wichtige Daten oder geliebte Programme sind, sollten Sie ihn als VM weiterleben lassen.

Das Programm „VMware vCenter Converter Standalone“ von der Firma VMware kann physische Computer in virtuelle Maschinen umwandeln. Das Programm arbeitet ähnlich wie ein Image-Programm: Es erstellt eine Kopie des Betriebssystems als Datei, die anschließend vom VMware Player ausgeführt werden kann. Den Converter können Sie von  https://www.vmware.com/products/converter.html  herunterladen. Klicken Sie auf „Download Now“.

Die Firma VMware fordert Sie auf, ein Kundenkonto einzurichten.

Der Converter ist kostenlos, wenn Sie ein Kundenkonto einrichten. Die Zeitschrift „Chip“ bietet das Programm ohne Registrierung an.
Die heruntergeladene Datei VMware-converter-en-6.2.0-8466193.exe ist 180 MB groß. Installieren Sie das Programm auf den zu virtualisierenden PC.
Während der Installation wählen Sie „Setup Type: Local installation“. Das „Customer Experience Improvement Program“ ist freiwillig.

Es ist ratsam, vor der Virtualisierung unnötige Programme und temporäre Dateien zu entfernen.
Danach starten Sie den VMware Converter als Administrator.
Wählen Sie „Convert machine“. „Source type“ ist „Powered on“ und „This local machine“ (siehe Bild rechts).
Klicken Sie dann auf „Next“.
Im Fenster „Destination System“ (Bild rechts) wählen Sie „VMware Workstation“ als „Destination Type“.
Nach einem Klick auf „Browse“ wählen Sie einen Speicherort für die virtuelle Maschine. Vorzugsweise sollten Sie ein externes Laufwerk oder einen Speicherplatz im Netzwerk angeben.
Schneller geht es, wenn auf dem zu konvertierenden PC eine genügend große Partition frei ist, die dann natürlich nicht mit konvertiert werden kann.
Zum Abschluss auf „Next“ klicken.
Das Bild rechts zeigt den Fall, dass keine externe Festplatte zur Verfügung steht. Die Speicherung soll auf Partition D: erfolgen. Der VMware Converter weist darauf hin, dass es unmöglich ist, alle Partitionen der Festplatte in eine der Partitionen zu speichern. Beim ersten Öffnen des Fensters befand sich ein Haken vor jeder Partition, deshalb sehen Sie die Fehlermeldung, dass der Speicherplatz auf D:\vm_w7 nicht reicht.
Benötigt werden H: (die Bootpartition am Anfang der Festplatte) und C: (das Betriebssystem). Nach Entfernen der Haken vor den Datenpartitionen D: und E: sollte der Speicherplatz auf D: ausreichen. Durch einen Klick auf „Next“ berechnet VMware Converter den Speicherbedarf neu und zeigt eine Zusammenfassung. Gegebenenfalls können Sie nach einem Klick auf „Back“ Änderungen vornehmen.
Wenn Sie auf „Finish“ klicken, beginnt die Konvertierung.
Im Bild rechts sehen Sie das Fortschrittsfenster.

Wenn die Konvertierung erfolgreich beendet ist, kopieren Sie den neu erstellten Ordner auf den PC, auf dem die VM ausgeführt werden soll. Anschließend können Sie dort die VM mit einem Doppelklick auf die .vmx-Datei starten.