Anleitung: Image erstellen mit Acronis True Image

Gepostet am Jan 14, 2018 in

Anleitung: Image erstellen mit Acronis True Image

(von DASI 8.2.2)
Eins der besten Image-Programme ist Acronis True Image. Eine Dauerlizenz für einen PC kostet 50 Euro, für drei PC 80 Euro. Auf Amazon und anderswo gibt es die Software ein Viertel billiger. Auf www.acronis.de können Sie eine 30-Tage-Testversion kostenlos herunterladen. Sie können Partitionen, ganze Festplatten oder ausgewählte Ordner sichern, auch inkrementell. Ab der Version 2018 hat Acronis einen Schutz vor Verschlüsselungs-Trojanern hinzugefügt.
Wenn Sie nur einen PC haben, sollten Sie True Image installieren. Dann können Sie die Bedienersprache auf Deutsch umstellen. Wenn Sie mehrere PCs haben und das Programm nicht mehrmals kaufen wollen, müssen Sie auf den restlichen PCs von DVD booten. Dann sind alle Menüs leider in Englisch.
Booten Sie von der Acronis-DVD. In einem Auswahlmenü können Sie wählen:
1: Acronis True Image 2016
2: Acronis System Report
c: Continue booting
Nachdem Sie „1“ gedrückt haben, kommen Sie in das Hauptmenü („Home“).
What would you like to do? (Was wollen Sie tun)? Wählen Sie „Back Up“.
Im nächsten Menü stehen zur Wahl „Disk and Partition Backup“ (engl.: „My Disks“) oder „Files & Folders“ (engl.: „My Data“). Mit letzterem können Sie einzelne Ordner und Dateien sichern − das würde mit dem Explorer oder ROBOCOPY besser gehen. Wählen Sie „My Disks“, um komplette Partitionen zu sichern.
Nach der Wahl von „My Disks“ werden im rechten Fenster die Partitionen der Festplatten aufgelistet. Wählen Sie die zu sichernden Partitionen aus. Ist eine kleine Startpartition von etwa 100 MB dabei, die als „Primär, Active“ oder „System-reserviert“ gekennzeichnet ist, sollte diese auf jeden Fall ein Teil der Sicherung werden.
Beachten Sie die Warnung „Local volume letters may be different from those in Windows“ (Die Laufwerksbuchstaben können andere sein als unter Windows). Orientieren Sie sich keinesfalls an den Laufwerksbuchstaben, sondern an Größe und Bezeichnung (Label) der Partitionen.
Back up sector-by-sector (requires more storage space): Nein, denn jeden Sektor (einschließlich die vom Betriebssystem gelöschten und die nie benutzten Sektoren) zu speichern ist nicht nötig, außer bei einer forensischen Untersuchung oder vor dem Versuch einer Datenrettung. → „Next“.
Im Fenster „Target backup archive“ müssen Sie mit „Browse“ ein Laufwerk und eine Partition auswählen, wohin das Backup gespeichert werden soll. Legen Sie dann den „Filename“ fest. Empfehlung: Beginnen Sie den Namen mit „Datum-Computername“, z. B. 2016-05-25-Notebook. Beim Datum ist die Reihenfolge jjjj-mm-tt zu empfehlen, denn wenn Sie einmal mehrere Backups erstellt haben, werden die Dateien chronologisch sortiert angezeigt.
Die komprimierte Backup-Datei ist vom Dateityp .tib.

Anschließend müssen Sie entscheiden zwischen „Create new backup archive“ (neues Backup erstellen) oder „Add to existing backup archive“ (ein vorhandenes Archiv auf den neuesten Stand bringen).
Nach „Next“ wird eine Zusammenfassung (Summary) angezeigt. Klicken Sie nach einer sorgfältigen Überprüfung auf „Proceed“ (Ausführen).

Im Fenster „Operating Progress“ wird der Fortschritt und die geschätzte Restzeit (Time left) angezeigt. In der ersten Minute ist die geschätzte Zeit sehr hoch, danach wird die Schätzung einigermaßen realistisch (mit einer optimistischen Tendenz). Auf jeden Fall sollten Sie die Restzeit-Prognose im Auge behalten. Wenn die Prognose der Restzeit plötzlich nach oben schnellt und dann allmählich wieder sinkt, ist das ein fast sicherer Hinweis auf schwache Bereiche der Festplatte.

Wundern Sie sich nicht, wenn gegen Ende des Kopiervorganges die Restzeitschätzung ständig zu kurz ist. Das hängt mit den mechanischen Eigenschaften der Festplatte zusammen: Je weiter der Magnetkopf nach innen wandert, desto kleiner wird die Länge der Spuren und damit die Datenmenge pro Spur und desto weniger Daten werden pro Umdrehung gelesen bzw. geschrieben.